Netzwerk tatkräftiger Unternehmerinnen und Freiberuflerinnen
 
 

Rückblick 


Füchse treffen die besseren Prognosen
PRIMA Fachvortrag mit Superforecaster Bruno Jahn

Superforecaster Bruno Jahn mit PRIMA Sprecherin Melanie Borkenhagen (li) und Fachvortrag-Projektleiterin Beate Neiß (re)

Wie trifft man richtige Entscheidungen? Das wollten die rund 70 Teilnehmer des Fachvortrags der PRIMA UNTERNEHMERINNEN vom Islamwissenschaftler und Superforecaster Bruno Jahn erfahren. 

Nur durch einen Zufall nahm Bruno Jahn am „Good Judgement Projekt“ des amerikanischen Psychologie-Professors Philip Tetlock teil, das ihn zum sogenannten „Superforecaster“ machte. 

Für das Projekt wurden weltweit interessierte Laien gesucht, die als Team an einer großen, von der US- Regierung gesponserten Langzeitstudie im Wettbewerb gegen Experten der amerikanischen Regierung und Geheimdienste antraten und fulminant gewannen:  Während die Trefferquote der Regierungsexperten nahe am Zufall lag, waren die Prognose-Ergebnisse der Laien-Forecaster um 30% besser als die der Regierungsexperten. Wie konnte das passieren?

Für das Projekt wurden weltweit Laien rekrutiert, bunt gemischt zusammengesetzt in Alter, Geschlecht, politischer Ausrichtung und beruflicher Expertise. Das einzige Auswahlkriterium war ihr kognitiver Stil:  ausgewählt wurden sogenannte „Füchse“. Das sind Menschen, deren Weltbild von keiner festen Gesetzmäßigkeit ausgeht und die bereit sind, auch Argumente von ideologischen Gegnern anzuhören.  Im Gegenzug zu „Igeln“, die von einem zentralen Weltbild geleitet werden und die alle neue Informationen in dieses Weltbild einordnen. 

Während des Projektes mussten die Teilnehmer über ein halbes Jahr 150 verschiedene Prognose-Fragen beantworten und im Team diskutieren. 

Heraus gekommen sind dabei zehn goldenen Regeln, um die eigene Prognosefähigkeit zu verbessern, die Jahn den interessierten Zuhörern vorstellte: Vor allem sei es sehr wichtig, alles aufzuschreiben und klar zu definieren, was man vorhersagt. Weiterhin solle man eine Außenperspektive einnehmen, in dem man mit Menschen diskutiert, die anderer Meinung sind. Auch Medien zu recherchieren, die nicht der eigenen Meinung entsprechen, trage zu einer besseren Prognosefähigkeit bei. Ganz entscheidend für den Erfolg einer guten Prognose sei außerdem eine realistische Basisrate. Diese Basisrate drückt die Wahrscheinlichkeit aus, wie häufig ein Ereignis ungefähr auftritt. Schließlich müsse man von Zeit zu Zeit seine Vorhersagen anhand neuer Informationen aktualisieren.

Häufige Ursachen, die uns daran hindern, gute Prognosen zu treffen sind laut Jahn sogenannte „biases“,  Verzerrungen der Wahrnehmung. Jeder kennt von sich selbst diese „Rückschaufehler“, bei denen man sich schön redet, wie man in der Vergangenheit die Zukunft voraus gesagt hat. Auch wenn man sich nur mit Leuten umgibt, die gleicher Meinung sind, läuft man Gefahr,  nur das  bestätigt zu bekommen, was man selber sagt.

Zu den erfolgreichen Prognosen Bruno Jahns und seines Teams gehörten z.B. das Nicht-Auseinanderbrechen der EU trotz der Eurokrise und das Ausbleiben der Demokratisierung der arabischen Welt. Eine noch zu überprüfende Prognose Jahns betrifft das im Labor aus Zellkulturen hergestellte Fleisch: „Dieses wird auf dem Lebensmittelmarkt in den nächsten zehn Jahren keine signifikante Rolle spielen“, so Jahn

Auch zum Thema „Fake News“ nahm Jahn Stellung. Seiner Meinung nach könnten gerade Superforecaster und Ihre Methoden dazu beitragen, die weltweit gespaltenen Gesellschaften wieder näher zusammen zu bringen. 

PRIMA Sprecherin Melanie Borkenhagen resümiert: „Wir alle brauchen im Alltag zuverlässige Prognosen, um besserer Entscheidungen treffen zu können. Bruno Jahn liefert uns das Handwerkszeug dazu.“


 

Elke Bärtl mit den Lehrerinnen der Dreieicher Weibelfeldschule Frau Usta und Frau Droszcz

Praxisnaher Berufswahlunterricht mit PRIMA UNTERNEHMERIN 
Elke Bärtl von Bärtl Bad & Heizung stellt Ausbildungsberuf vor


PRIMA UNTERNEHMERIN Elke Bärtl von Bärtl Bad & Heizung in Langen stellte am 21. August Schülerinnen und Schülern einer 7. Hauptschulklasse der Dreieicher Weibelfeldschule den Beruf des/der Analgenmechanikers/in für Heizungs- Sanitär- und Klimatechnik vor. Diese nutzten die Gelegenheit und stellten Fragen zum Tagesablauf des/der Anlagenmechanikers/in, zu Ausbildungsdauer und Weiterbildungsmöglichkeiten, sowie danach, welche Materialien verbaut werden und was am Beruf denn besonders Spaß mache. Viel Freude kam auf, als die Schülerinnen und Schüler selbst Hand anlegen und die mitgebrachten Kunststoff-Rohre und Verbinder mit einer Handpresse miteinander verpressen durften. Im Anschluss wurden die gesammelten Informationen auf einem Plakat festgehalten. „Eine tolle Schulstunde, die auch mir viel Spaß gemacht hat.“ resümiert Bärtl.

Die PRIMA UNTERNEHMERINNEN bieten Schulen im Umkreis ihre Unterstützung an, um die eigenen Berufe greifbarer zu machen, als Rollenvorbilder zu dienen und um insbesondere Schülerinnen zu ermutigen, ähnliche Wege zu gehen. Neben Schulbesuchen zählt das Start-up Camp am Girls‘ Day zu den Vorzeige-Projekten der PRIMA UNTERNEHMERINNEN, bei dem Schülerinnen ermutigt werden, über den Tellerrand zu schauen und die Perspektive selber später einmal als Unternehmerin tätig zu werden, als mögliche Option vorgestellt bekommen.

Interessierte Schulen können gerne Kontakt aufnehmen unter kontakt@prima-unternehmerinnen.de


PRIMA UNTERNEHMERINNEN zu Erkundungsreise in Riga vom 16. – 19. August
Austausch mit lettischen Gründerinnen und Geschäftsfrauen 


Lettland gilt als eines der unternehmensfreundlichsten Länder der Welt. Allein die Hauptstadt Riga beherbergt über siebzig der weltweit schnellst-wachsenden Start-ups und ist damit attraktiver Standort für junge Firmen. Anlass für neun wissbegierige Gesellschafterinnen des PRIMA UNTERNEHMERINNEN-Netzwerks, diesem Gründergeist nachzuspüren und die Aufbruchstimmung im baltischen Land selber in Erfahrung zu bringen. 

Einen ersten Höhepunkt des Reiseprogramms stellte der Besuch bei Porsche Lettland in Riga dar. Geschäftsführerin Anete Bilzena und ihre Teams nahmen sich einen Vormittag Zeit, um den deutschen Frauen Einblicke in die Vertriebs- und Marketingaktivitäten für den lettischen Markt zu geben, führten durch alle Abteilungen samt Werkstatt und beantworteten bereitwillig Fragen.

Anhand zahlreicher Beispiele erfuhren die PRIMA UNTERNEHMERINNEN wie die Liebe zu Details und die Faszination einer emotional stark aufgeladenen Marke ihre Wirkung sowohl auf die Mitarbeitenden, als auch auf die Kunden verstärken kann: ob hohe Servicestandards, glamouröse Kundenveranstaltungen, oder nicht zuletzt extravagant gestaltete und in den Sozialen Medien viel diskutierte Besucher-WCs. Das hoch motivierte Team von Porsche in Riga begeistert Kunden wie die deutschen Gäste gleichermaßen. „Nach der Unabhängigkeit Lettlands gab es in der  jungen Generation eine Explosion des Wollens: endlich etwas selbst gestalten und erreichen zu können.“ so Porsche-Riga Geschäftsführerin Bilzena. 

Beim abendlichen Treffen mit den Geschäftsfrauen des lettischen Netzwerks LĪDERE (lett. für „führend“) in gemütlicher Atmosphäre tauschten sich die PRIMA UNTERNEHMERINNEN zu Gemeinsamkeiten bei Themen wie Unternehmensführung und landestypischen Besonderheiten aus. Offensichtlich wurde hierbei die Dynamik des lettischen Marktes, der erst seit 2004 Teil der EU ist und seit 2014 den Euro hat. Das Herzstück der LĪDERE-Aktivitäten bildet daher auch ein Mentoring-Programm, bei dem erfahrene Geschäftsfrauen Gründerinnen oder jungen weiblichen Führungskräften über ein Jahr lang als Mentorinnen zu Seite stehen. 

„Die Treffen mit anderen Unternehmerinnen-Netzwerken wie das im Mai mit Buikad aus der Türkei und nun mit Lidere in Lettland bereichern uns sehr. Wir nehmen jedes Mal neue Anregungen für unsere eigene Netzwerkarbeit mit und stellen teilweise sogar direkte Geschäftskontakte her.“ so Melanie Borkenhagen (Borkenhagen Interior & Design), diesjährige Sprecherin der PRIMA UNTERNEHMERINNEN begeistert.

PRIMA UNTERNEHMERINNEN bei Porsche Lettland: v.l.n.r. Agnese Burbo (Porsche Riga) Renate Knapp (SoBiZZ Strategieberatung), Christel Hofmann (Softbauware GmbH), Regina Freimuth (Freimuth & Spiegel OHG), Tince Egle (Porsche Riga), Anete Bilzena (Porsche Riga), Ulrike Halboth (CALL A GIFT Service e.K), Verónica Palza de Möller (Sprachschule Multilingua), Anja Spiegel (Freimuth & Spiegel OHG), Angela Kasikci (Rechtsanwältin & Moderatorin), Melanie Borkenhagen (Borkenhagen Interior & Design), Monika Eigl-Anthes (Welt der Weine)













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Nächste Termine:

Wir laden Unternehmerinnen, Freiberuflerinnen, Geschäftsführerinnen und Frauen in leitenden Positionen ein, sich in lockerer Atmosphäre mit den PRIMA UNTERNEHMERINNEN auszutauschen:

• Donnerstag, 22. November 2018, PRIMA-After-Work (Netzwerktreffen)
  18.30 – 22.30 Uhr, Steigenberger/Mercure Hotel, Robert-Bosch-Straße 26, 63225 Langen

Sie können gerne Ihr grundsätzliches Interesse per E-Mail anmelden:

kontakt@prima-unternehmerinnen.de